Plugins vs. Handarbeit – Eine Frage der Qualität
WordPress Plugins: Vorteile und Nachteile im Überblick
WordPress Plugins bieten eine einfache Möglichkeit, die Funktionen einer WordPress-Website zu erweitern. Sie ermöglichen es auch Nutzern ohne Programmierkenntnisse, neue Features hinzuzufügen und die Website anzupassen. Doch bei allen Erweiterungen gibt es auch Vor- und Nachteile, die es abzuwägen gilt.
Vorteile:
- Einfache Installation und Nutzung: Die meisten Plugins können mit wenigen Klicks installiert und aktiviert werden. Die Bedienung ist in der Regel selbsterklärend und erfordert keine Programmierkenntnisse.
- Kostenlos: Viele Plugins sind kostenlos erhältlich, so dass sie eine kostengünstige Möglichkeit bieten, die Funktionen der Website zu erweitern.
- Große Auswahl: Es gibt Plugins für nahezu alle erdenklichen Funktionen, von SEO und Backups bis hin zu Social Media Integration und Formularen.
So toll das auch klingt, so gravierend können auch die Nachteile und Risiken von Plugins sein. Immer wieder geraten Laien leider an vermeintliche ‘Profis’ deren Fachkenntnisse sich auf die Installation und Nutzung von Plugins begrenzen. Sobald etwas nicht mit 2 Klicks erledigt ist, sind jene am Ende ihres Lateins und können nicht weiterhelfen.
Nachteile:
- Kompatibilität: Plugins können mit anderen Plugins oder dem WordPress-Kern inkompatibel sein. Dies kann zu Fehlern und zusätzlichen Sicherheitslücken führen.
- Sicherheit: Da Plugins von Drittanbietern entwickelt werden, besteht immer ein gewisses Sicherheitsrisiko.
- Qualität: Als Nutzer müssen Sie sich auf die Zuverlässigkeit, Sorgfalt und Qualität des Entwicklers verlassen. Dies resultiert jedoch auch oft in einer gehackten Webseite und massiven Kosten und Problemen. Stellt der Entwickler die Entwicklung und den Support des Plugins ein können Sie plötzlich ohne Updates und Plugin da stehen.
- Leistung: Jedes zusätzliche Plugin kann die Ladezeit der Website erhöhen. Dies kann sich negativ auf die Benutzerfreundlichkeit und das Suchmaschinenranking auswirken.
- Support: Bei Problemen mit einem Plugin gibt es oft keinen offiziellen Support. Nutzer müssen sich dann selbst an den Entwickler des Plugins wenden oder in Foren nach Hilfe suchen.
Klon-Plugins: Fluch oder Segen?
Plugins, die Websites übersiedeln oder klonen sollen, bergen besondere Risiken. Sie berücksichtigen oft wichtige Details wie Dateiberechtigungen und Datenbank-Zugangsdaten nicht, was zu Fehlern und Sicherheitslücken führen kann. Der händische Webseitenumzug Ihrer Website ist sicher und zuverlässiger als die Verwendung eines Plugins. Oft war die Arbeit nach einem Versuch mit einem Plugin teurer als es gleich von einem Profi per Hand durchführen zu lassen.
Backup-Plugins: Sicherheit oder Risiko?
Backup-Plugins gehören zu den beliebtesten Plugins für WordPress-Webseiten. Sie ermöglichen es, die gesamte Website oder einzelne Teile davon regelmäßig zu sichern und so im Falle eines Datenverlustes wiederherstellen zu können.
Gefahrenpotenzial:
Während Backup-Plugins auf den ersten Blick unverzichtbar erscheinen, bergen sie auch einige Gefahren.
- Kompatibilitätsprobleme: Wie alle Plugins können auch Backup-Plugins mit anderen Plugins oder dem WordPress-Kern inkompatibel sein. Dies kann zu Fehlern beim Backup-Prozess führen und im schlimmsten Fall dazu, dass die Website nicht mehr funktioniert oder gesichert wird.
- Ausführung der Backups: Da Plugins direkt in WordPress integriert sind, setzen diese auch eine funktionierende Instanz von WordPress voraus. Gibt es ein Problem auf Ihrer Webseite? Dann laufen auch die Plugins auf Ihrer Webseite nicht und sie haben keine Backups.
- Sicherheitsprobleme: Da Backup-Plugins Zugriff auf die gesamte Website haben, sind sie ein attraktives Ziel für Hacker. Angreifer können Sicherheitslücken in Backup-Plugins ausnutzen, um die Website zu kompromittieren und Daten zu stehlen.
- Verlust von Backups: Backups sind nur dann nützlich, wenn sie auch verfügbar sind. Wenn die Backups selbst verloren gehen oder beschädigt werden, ist der Schutz der Website dahin. Genauso sinnlos ist es die Backups innerhalb der WordPress-Installation oder auf dem selben Server abzulegen. Hat Ihr Server einen Festplattenschaden ist Ihre Webseite inklusive Ihren Backups verloren.
Vorteile von Backups und Sicherungen ohne Plugin
Die Verwendung von FTP (File Transfer Protocol) für Backups und Sicherungen bietet mehrere Vorteile gegenüber der Verwendung von Plugins:
1. Kontrolle und Flexibilität:
Mit FTP haben Sie die volle Kontrolle über Ihre Backups. Sie können selbst entscheiden, welche Dateien und Verzeichnisse gesichert werden sollen, wann die Backups erstellt werden und wo sie gespeichert werden sollen.
2. Kompatibilität:
FTP ist ein universelles Protokoll, das mit allen gängigen Webservern und FTP-Clients kompatibel ist. Sie sind daher nicht an ein bestimmtes Plugin oder eine bestimmte Hosting-Umgebung gebunden.
3. Sicherheit:
Da FTP-Backups direkt auf Ihrem eigenen Computer oder einem externen Speichermedium gespeichert werden, sind sie besser vor unbefugtem Zugriff geschützt als Backups, die in der WordPress-Instanz gespeichert werden.
4. Geschwindigkeit:
FTP-Backups können in der Regel schneller erstellt und wiederhergestellt werden als Backups, die über ein Plugin erstellt werden. Dies liegt daran, dass FTP keine zusätzliche Software benötigt und die Daten direkt zwischen dem Server und Ihrem Backup-Server übertragen werden.
5. Unabhängigkeit:
Sie sind nicht von der Funktionsfähigkeit eines Plugins oder der Verfügbarkeit eines Drittanbieters abhängig, um Ihre Backups zu erstellen und wiederherzustellen.